STADTMUSEUM WIL
Bronschhofen will nicht zu Wil ! Die Tatsache, dass Bronschhofen  eine eigene politische Gemeinde bildete, hängt zweifelsohne stark mit  Geschichte des Schneckenbundes zusammen. Trotz der bewussten Unterscheidung zwischen dem oberen (Ortskreis Rossrüti) und unteren (Ortskreis Bronschhofen) Schneckenbund verstand man sich als zusammengehörig, als eine Gemeinde. Nur vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen, dass die Bewohner des Schneckenbundes sich entschieden wehrten, als sie 1803 der Gemeinde Wil zugeschlagen wurden. Bereits am 26. Oktober 1803 hatten sich die Bronschhofer soweit gefasst, dass sie an den Regierungsrat ein Bittgesuch um «Absönderung» von der Stadt Wil stellten und um Einteilung in eine eigene Gemeinde baten.weil der Widerwillen gegen die Vereinigung beiderseits gross sei. Verschiedene Ausserungen von Stadtbürgern liessen darauf schliessen, dass kein gutes Einverständnis und keine Harmonie herrschen würden. Ein wichtiger Punkt sei auch die Tatsache, dass sehr viele Gemeindebürger nach Wil, vor allem an die Stadt-Amter, abgabepflichtig seien, was einem harmonischen Miteinander nicht förderlich sei, «mit einem Worth, die Verhältnis der Statt und Land sind nicht vereinbarlich». Nach langen Verhandlungen und vielen Bittschriften wurde der Schneckenbund im Juni 1804 zur selbständigen Gemeinde erklärt – mit Versammlungsort Bronschhofen. Am 23. Juni 1804 wurde vom Grossen Rat des Kantons St. Gallen die Trennung bestätigt.